Listenplatz 8

Horst Förster

Alter: 74 Jahre

Ausbildung, berufliche Tätigkeiten: nach Jurastudium Richter in Köln, Flensburg, vorsitzender Richter am Landgericht Kiel, 1991 bis 2007 Direktor des Kreis- bzw. Amtsgerichts Neubrandenburg, ab dann Rechtsanwalt

Wohnort: Alt Rehse

Politische Zielsetzungen:

Ich lasse mich in keine Schublage packen, würde mich aber als konservativ bezeichnen. Das heißt für mich, das Bewährte zu bewahren, dennoch aufgeschlossen gegenüber dem Neuen zu sein, ohne dem Zeitgeist zu verfallen und in einer schrankenlosen Liberalität jeden modernen Unfug zu tolerieren.

Wir können stolz sein auf unser Land. Dennoch sind erhebliche Fehlentwicklungen zu beklagen. Unsere Freiheit ist auf subtile Weise bedroht. Die Altparteien haben sich den Staat zur Beute gemacht, ihre Vertreter sitzen in allen Gremien, wo es um Macht geht, unabhängig von ihrer Kompetenz und sie geben im Bund mit den Medien die Leitlinien politisch korrekten Denkens und Handelns vor. Eine offene Diskussion über zentrale Fragen wie z. B. Europa und den Euro, nationale Identität, Altersarmut, demographische Entwicklung findet nicht wirklich statt. Die politische Streitkultur ist verkommen, weil es zur Regel geworden ist, sich weniger mit den Inhalten als damit zu beschäftigen, von wem eine Meinung geäußert wird. Deshalb die Forderung, den Einfluss der Parteien im außerparlamentarischen Raum radikal zurückzufahren.

Wir sind nicht gegen Europa, wenn wir die EU in ihrer derzeitigen Verfassung und die Verletzung der europäischen Verträge kritisieren und es ablehnen, für die Schulden anderer Länder aufzukommen. Wir wollen ein Europa der Vielfalt, ein Europa der Nationen bzw. der Vaterländer und keinen Zentralismus in Brüssel.

Die Asylpolitik der Kanzlerin steht zu recht im Zentrum der Kritik. Die AfD ist die einzige demokratische Partei, die sich der verfassungs- und gesetzwidrigen Asylpolitik von Anfang an entgegengestellt hat, und zwar nicht weil sie fremdenfeindlich wäre, sondern weil sie die Probleme, die sich aus der unkontrollierten Migration von Millionen Menschen aus uns fremden Kulturen ergeben, vorausgesehen hat. Die Regierungsparteien richten mit ihrer Migrationspolitik einen irreparablen Schaden an, denn diese zerstört am Ende der Entwicklung unsere Identität. Und das ist offensichtlich mit der Illusion einer paradiesischen multikulturellen Gesellschaft gewollt. Oder wie soll man sonst die Äußerung der Kanzlerin „Das Volk ist jeder, der in diesem Land lebt“ verstehen. Mit diesem offenen Bekenntnis zu einer Einwanderungsgesellschaft der Beliebigkeit hat sich die Kanzlerin endgültig von dem verabschiedet, was in der friedlichen Revolution von 1989 mit dem Ruf „Wir sind ein Volk“ noch Konsens in ganz Deutschland war, nämlich das Bekenntnis zu einer in Jahrhunderten durch Sprache, Kultur, Geschichte und ein Zusammengehörigkeitsgefühl gewachsenen Nation, die ohne Legitimation durch das Volk nunmehr auf den Müll der Geschichte geworfen werden soll. Dem gilt unser Widerstand.

In der Familien- und Bildungspolitik gilt es, der Normalität wieder mehr Geltung zu verschaffen. Es kann nicht sein, dass mit der Zauberformel eines Diskriminierungsverbots die Minderheiten der Mehrheit ihre teils kruden Vorstellungen aufzwingen. Wir brauchen mehr Kinder, vor allem in der Mittelschicht der Bevölkerung und es gehört zur Normalität unserer Spezies, dass Frauen die Kinder bekommen. Der Abbau von Hindernissen, die berufstätige Frauen davon abhalten, ein zweites Kind zu bekommen oder überhaupt Mutter zu werden, ist wichtiger als die Quote von Frauen in den Aufsichtsräten und sollte ganz oben auf der Agenda stehen. In der Schulpolitik ist dringend eine Vereinheitlichung geboten. Es kann nicht sein, dass der Umzug einer Familie mit Kindern in ein anderes Bundesland zu einem Problem wird.

In der Wirtschafts- und Sozialpolitik müssen wir uns rechtzeitig auf die digitale Revolution vorbereiten. Dem zu erwartenden Verlust von Arbeitsplätzen für einfache Tätigkeiten dürfen wir nicht ohnmächtig entgegensehen. Hier ist Phantasie gefragt. Möglicherweise ist eine Art Lohnsteuer auf Maschinen zu erheben. Ein bedingungsloses Grundeinkommen für jedermann ist strikt abzulehnen, weil eine Grundversorgung ohne jede Leistung den Anreiz zur Selbstbehauptung zerstört und letztlich Würde nimmt und nicht verteidigt.

Mein besonderes Interesse gilt der Rechtspolitik. Der Rechtsstaat bewährt sich nicht in Sonntagsreden, sondern im realen Leben in den Städten und auf dem Lande und hier insbesondere in den grenznahen Regionen, aber auch in den Gerichtssälen. Und hier liegt aufgrund einer verfehlten Rechts- und Sicherheitspolitik einiges im Argen. Hier ist jahrelang an der falschen Stelle gespart worden. Der schwindende Respekt vor unserer Polizei und die wachsende Gewaltbereitschaft sogar Rettungskräften gegenüber sind nicht hinnehmbar. Dabei kann es keine Rolle spielen, ob und wo die Extremisten und Chaoten politisch zu verorten und welcher Herkunft die Täter sind. Das sollte auch für die mediale Berichterstattung gelten. Die unübersichtlichen und nicht mehr stimmigen Justizstrukturen sind durch eine klar gegliederte Dreistufigkeit zu reformieren.

Persönliches:

Ich bin geschieden, habe vier erwachsene Kinder und lebe seit mehreren Jahren mit einer Mecklenburgerin zusammen. Ich wandere gerne und betreibe Ausdauersport.